Wichtige Nährstoffe- in der veganen Ernährung von Kleinkindern

Liebe Mama, Lieber Papa
du überlegst, dein Kleinkind vegan zu ernähren – oder du gehst diesen Weg vielleicht schon? Dann weißt du: Diese Entscheidung bringt viele Fragen mit sich.
„Bekommt mein Kind wirklich alles, was es braucht?“ oder „Mache ich auch wirklich nichts falsch?“
Ich kann dich so gut verstehen – als Mama.
Und ja, auch ich habe diese Gedanken gehabt. Teilweise sind sie immer noch da. Deshalb möchte ich mein Wissen und meine Erfahrung mit dir teilen. Ganz ohne Druck, dafür mit viel Herz.

Kleinkinder befinden sich in einer intensiven Entwicklungsphase. Ihr Körper wächst, das Gehirn entwickelt sich rasant, und auch das Immunsystem formt sich aus. Dafür braucht es vor allem eins: eine ausgewogene und gesunde Ernährung – egal ob vegan oder nicht.

Die vegane Ernährung kann das schaffen – wenn sie gut geplant ist. Es gibt Nährstoffe, auf die wir dabei besonders achten sollten. Ich zeige dir, welche das sind, und wie du siein den Alltag integrierst.

Mir ist es wichtig an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die WHO die vegane Ernährung von Kindern nicht empfiehlt. Sie ist - wenn sie gut geplant ist möglich.

1. Vitamin B12 – das Unverzichtbare

Warum ist B12 so wichtig? Für Nerven, Blutbildung, Zellteilung – essenziell, gerade im Wachstum.

So kannst du deckst den Bedarf:

Vitamin B12 ist in pflanzlicher Nahrung nicht in ausreichender Form enthalten.

Daher: Unbedingt supplementieren – für Kinder am besten in Tropfenform, diese sind leicht zu dosieren.

2. Eisen – für starke Kinderkörper

Warum ist Eisen so wichtig? Sauerstofftransport, Energie, Konzentration – Eisen macht’s möglich.

Pflanzliche Eisenquellen: Linsen, Kichererbsen, Hirse, Haferflocken, Kürbiskerne.

Mein Tipp: Kombiniere Eisenquellen immer mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Obst oder Paprika – das verbessert die Aufnahme deutlich!

3. Kalzium – für starke Knochen und Zähne

Warum ist Kalzium wichtig? Für die Wachstumsprozesse, Knochengesundheit.

Gute Quellen: Angereicherte Pflanzendrinks (z. B. Haferdrink mit Kalzium), Tofu mit Kalziumsulfat, Sesam, Brokkoli, Mandeln.

Mein Tipp: Achte darauf, welche Pflanzendrinks und Joghurts du gibst – nicht alle enthalten Kalzium!

4. Omega-3-Fettsäuren – für Gehirn & Entwicklung

Warum ist Omega-3 wichtig? Besonders wichtig für die Hirnentwicklung und Sehkraft.

Gute Quellen: Leinöl, Hanföl, Walnüsse.

Mein Tipp: Ein DHA-Präparat aus Algenöl ist bei Kleinkindern sinnvoll, da der Körper pflanzliche Omega-3-Fettsäuren (ALA) nur begrenzt in DHA umwandeln kann. Auch das Verhältniss zwischen Omega-3 und Omega-6 muss beachtet werden.

5. Vitamin D – Sonnenvitamin mit Power

Warum ist Vitamin D wichtig? Für Knochen, Immunsystem.

Sonne hilft, aber gerade in Herbst und Winter reicht das leider nicht aus.

Deine Lösung: Ganz unabhängig von der Ernährungsweise wird für Kinder eine tägliche Vitamin-D-Supplementierung empfohlen.

6. Protein – Baustein des Lebens

Warum sind Proteine wichtig? Für Muskelaufbau, Enzyme, Wachstum.

Pflanzliche Quellen: Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Nüsse & Saaten, Getreide wie Quinoa oder Hafer.

Meine Zusatzinfo: Kleinkinder brauchen ausreichend, aber nicht übermäßig viel Eiweiß. Eine abwechslungsreiche vegane Ernährung reicht in der Regel aus.

7. Zink, Jod, Selen – die „kleinen Großen“

Diese Spurenelemente braucht dein Kind ebenfalls – wenn auch in kleinen Mengen.

Zink: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse

Jod: Angereichertes Jodsalz, ggf. ein kindgerechtes Supplement

Selen: Paranüsse (bereits 1/2 pro Tag kann genügen!) – aber bitte nicht überdosieren.